Aufnahmeritual

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Aufnahmeritual

Beitrag von Admin am Do Feb 25, 2016 9:58 pm

»Take a Breath, take it deep.
Calm yourself
, he says to me.
If you play, you play for Keeps.
Take the Gun and count to Three.
«


Eigentlich bist du ein ziemlich durchschnittlicher Mensch und verdienst keine große Aufmerksamkeit, da du keinerlei schwerwiegende Probleme hast. Du lebst in relativ ruhiger Lage in Manhatten (New York City, USA) und bist mit deiner Familie bis auf ein paar kleine Differenzen in üblichen Streitfragen ganz zufrieden. Du gehst seit einiger Zeit auf die Saint Augustine High School und hast höchstens mit deinen Lehrern und deinen Noten zu kämpfen, wenn dir deine Freunde und deine Hobbies wieder einmal wichtiger waren als die Lehrbücher.
Du würdest von dir selbst niemals behaupten, dass du außergewöhnliche Talente besitzt und mit Übernatürlichem oder mit mysteriösen Angelegenheiten kommst du höchstens in TV-Serien und Filmen in Berührung. Vielleicht bist du fasziniert von solchen Dingen, aber insgesamt kannst du ihnen keinen wirklichen Glauben schenken. Menschen verschwinden schließlich nicht ohne Grund und hinter Nachrichten ohne Absender mit eigenartigem Inhalt stecken meistens doch nur Leute, die sich einen Spaß mit dir machen.

Oder...?
» Say a Prayer to yourself.
He says, close your Eyes,
Sometimes it helps.

And then I get a scary Thought.
That he's here means
He has never lost.«


Am ersten Schultag des neuen Jahres findest du auf deinem gewohnten Sitzplatz im Klassenzimmer eine Karte, die allem Anschein nach zu einem Poker-Spiel gehört. Zwischen den üblichen Zeichen auf der Vorderseite der Karte ist allerdings noch ein Feld mit einem kleinen Text zu finden, den du zuerst für Werbung hältst. Erst auf den zweiten Blick fällt dir auf, dass die Karte deinen Namen trägt und dass die Botschaft direkt an dich addressiert ist.
Finde Dich zur Mittagsstunde an dem Ort ein,
den Dir die Karte offenbahrt,
wenn sie in den Tiefen des eisigen Meeres versinkt.
Dein Schicksal erwartet Dich.


Du verstehst den Sinn hinter diesem Spielchen zwar nicht, aber deine Neugier ist dennoch geweckt. Die Tiefen des eisigen Meeres kannst du der Karte zwar nicht bieten, aber das eiskalte Wasser an einem der Waschbecken tut seinen Zweck. Die Zeichen auf der Karte verblassen mitsamt der Schrift und geben den Blick auf eine detaillierte Wegbeschreibung von dem Tor der Schule an frei.
Und aus irgendeinem Grund folgst du der Beschreibung, nachdem der Unterricht beendet ist. Der Weg führt dich zuerst auf ziemlich undurchsichtigen Pfaden ein wenig vom Inneren der Stadt fort und endet schließlich vor dem Zugang zu dem Gelände einer ziemlich zerfallenen Fabrik. Kurz zögerst du vor dem halb geöffneten Tor und einem leuchtenden Warnhinweis, bevor du deinen Mut zusammen nimmst und das Gelände betrittst. So fatale Auswirkungen kann ein kleines Abenteuer in einer alten Ruine schließlich nicht haben.

Oder...?
»I'm sweating now,
Moving ѕlow.
No Time to think,
My Turn to go.«


Kaum hast du den Schritt auf das Gelände getan, verändern sich die Dinge in deiner Umgebung mit rasender Geschwindigkeit wie in einem dieser Filme, die in deinen Augen bisher eigentlich nur durch gute Computeranimationen möglich waren. Mauern schießen aus dem Boden, zerbrochene Fenster setzen sich wie von Zauberhand wieder aus ihren Bruchstücken zusammen und deine Füße stehen nicht mehr auf losen Steinen und Scherben, sondern auf einem gepflegten und von grünem Rasen gesäumten Weg.
Anstelle der Ruine erhebt sich vor dir ein wunderschönes Anwesen, dessen unzählige Fenster im Sonnenlicht glitzern und das dich mit weit geöffneten Türen erwartet. Staunend steuerst du wie im Traum auf das Gebäude zu und trittst ohne einen Moment des Zögerns über die Schwelle auf die Platten aus weißem Marmor. Hinter dir fällt eine schwere Flügeltür mit einem Knallen ins Schloss und trennt dich vom Rest der Welt.
Zuerst willst du blind die Flucht ergreifen, aber dann hält dich doch irgendetwas... Vertrautes zurück. Statt weiter an der scheinbar verschlossenen Tür zu rütteln, folgst du dem stillen Korridor und trittst schließlich in eine mit Dämmerlicht gefüllte Halle ein. Alles in deiner Umgebung erinnert an ein altes Schloss, das nicht der Zeit zum Opfer gefallen ist und noch immer in seinem alten Glanz fortlebt.
In der Mitte des Raumes sitzt eine Gestalt, die Beine lässig übereinander geschlagen. Ihr Gesicht ist hinter einer Maske nicht zu erkennen und doch dringt die Stimme mit unglaublicher Klarheit durch den Saal und an deine Ohren: "Lass uns ein kleines Spiel spielen. Wenn du gewinnst, dann hast du die Prüfung bestanden."
Kurz huscht dein Blick noch einmal unsicher über die Erscheinung der Gestalt, bevor du auf eine Handbewegung hin näher trittst. Scheinbar hast du mit dieser Entscheidung bereits den Bediengungen des Spiels zugestimmt, obwohl du im Grunde genommen nur Bahnhof verstehst. Vorerst wartest du allerdings einfach nur auf weitere Erklärungen zu dem Spiel, dass dein Gegenüber spielen möchte.
Statt weitere Worte zu verlieren überreicht dir die maskierte Gestalt allerdings stumm eine polierte Pistole. Da dein Gesichtsausdruck wohl alle deine Fragen verrät, hebt die Gestalt im Anschluss eine Hand und platziert zwei Fingerspitzen an ihrer Schläfe. Dann betätigt sie den imaginären Abzug.

» You can ѕee it through my Chest,
That I am terrified.
But I'm not leaving.
I know that I must pass this Test.
So just pυll the Trigger.«

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